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Monat: Juni 2015

50 Jahre Angelverein Nienborg

50 Jahre Angelverein Nienborg

Das 50-jährige Jubiläum feiert der Angelverein Dinkel e.V. mit einem großen Festabend am Samstag, 20. Juni 2015. Beginn ist um 19 Uhr im Festzelt in der Niestadt.

 

Die Vorbereitungen laufen seit Monaten auf Hochtouren. Das Festkomitee (Bernhard Lösing, Martin Bertling, Frank Schuckenbrock und Sebastian Büning) hat mit dem Vorstand und Moderator Klaus Lammers ein schönes Programm auf die Beine gestellt.

Neben einem Rückblick auf die Vereinsgeschichte werden die ehemaligen Vorsitzenden geehrt. Der Chor „Swinging Connection“ aus Horstmar wird die Besucher musikalisch unterhalten. Ein Komiker wir die Lachmuskeln der Gäste strapazieren. Im Anschluss an den „offiziellen Teil“ sorgt die Tanzband „Rainbow“ für beste Partystimmung.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt das Thekenteam der Stammtisch „Querschläger“. In der Sektbar sorgen sich die „7 Sünden“ um das Wohl der Gäste. Am Imbissstand, und wie es sich für ein Anglerfest gehört an einem Fischstand, können sich die Besucher den Gaumen verwöhnen. Zu späterer Stunde wird ein Überraschungsgast im Festzelt erwartet. Die gesamte Bevölkerung ist recht herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Angelverein macht Schule

Angelverein macht Schule

„Petri Heil“ – mit dem Anglergruß begrüßt Bernhard Lösing am frühen Montagmorgen die 18 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 b der Bischof Martin Grundschule, und ihre Klassenlehrerin Iris Möller, an der Dinkel in Nienborg. Bei sonnigem Wetter führt der Schriftführer vom Angelverein Nienborg Dinkel e.V. gemeinsam mit Beisitzer Hans Benölken praktischen Sachkundeunterricht vor der Haustür durch.

An die wissbegierigen Schüler verteilen sie Lupengläser und Lupenbecher. Schnell erkunden die jungen Naturforscher bei einer abenteuerlichen Entdeckungstour die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt am und im Wasser. Kurz hinter der Brücke der Autobahn 31 steht eine „Klette“. Mit ihren Stacheln verhakt sich die Pflanze an der Oberbekleidung der Schüler. Am Start des Naturlehrpfades erzählt Bernhard Lösing, dass die Dinkel in der Nähe von Coesfeld entspringt, nach Neuenhaus in Niedersachsen fließt, und ab dort zusammen mit der Vechte ihren Weg zum Ijsselmeer in den Niederlanden fortsetzt. Im Bereich des Naturlehrpfades mit dem Insektenhotel ist der Fluss naturbelassen. Am Ufer gibt es viele verschiedene Pflanzen.

„In diesem Jahr ist ein Holunderjahr“, sagt Bernhard Lösing und hält eine frisch-fruchtig riechende Blüte in seinen Händen. Passend dazu kosten die Schüler von seiner mitgebrachten Holunderblütenmarmelade. „Voll süß, lecker“, ist nicht nur Felix von der Geschmacksprobe begeistert. Mit den Fischarten kennen sich die Schüler sehr gut aus. „Barsch, Karpfen, Forelle, Rotauge, Hecht, Gründling, Brasse, Schleie“, antworten sie schnell auf die Frage, welche Fische in der Dinkel zu Hause sind.

Frau Möller schaut ein wenig ungläubig, als Bernhard Lösing über den Fang eines etwa einen Meter langen Hechtes in diesem Bereich berichtet. „Das ist kein Anglerlatein“, pflichtet Hans Benölken ihm bei. Auch gibt es hier Flusskrebse. Mit der Lupe untersuchen die Kinder einen ausgestopften Barsch, der sehr raue Schuppen hat. „Kormorane sehen wir Angler hier nicht so gerne“, sagt Bernhard Lösing. Diese fangen am Tag bis zu 500 Gramm Fisch, die die Angler dann nicht mehr fischen können. Freudestrahlend erzeugen die Kinder auf Grashalme einen pfeifenden Ton, fast so schön wie Vogelgezwitscher. Auf seiner „kostenlöse Flöte“ flötet Finn „Alle meine Entchen“.

Die Lupenbecher sind mit zahlreichen Schnecken und verschiedenen Käfern gefüllt. Rafael ist stolz auf seinen Ohrenkneifer. Unter Autobahnbrücke fliegt eine Libelle. Im Wasser entdecken Hannes und Louis Muscheln, Bachflusskrebse und Wasserschnecken. „Beim nächsten Mal gehe ich hier ganz anders spazieren“, sagt Karla. Wie ihre Mitschüler hat sie mit Begeisterung die heimische Natur entdeckt.

Das Projekt „Angelverein macht Schule“ gibt es seit fast zehn Jahren. Mit dem Gemeinschaftsprojekt bringt der Angelverein die Fischerei und die damit verbundene Naturschutzarbeit in die Nienborger Grundschule. Auch an diesem Vormittag zeigt sich, dass die Exkursion viel nachhaltiger ist als jede Theorie, die Natur vor Ort zu erleben und sie dadurch zu begreifen. Mit dem Projekt belegte die Jugendgruppe der AV Nienborg Dinkel e.V. im Rahmen des Naturschutzwettbewerbes 2010 des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe e.V. (LFV) den ersten Platz.

Nachtangeln der Jugendlichen

Nachtangeln der Jugendlichen

Zunächst die untergehende Sonne, milde 15 Grad, still ruhender Strönfeldsee, und spät am Abend der hell leuchtende Mond – das Nachtangeln der Jugendgruppe vom Angelverein Nienborg Dinkel e. V. bot beste klimatische Voraussetzungen.

Die Stimmung bei den 15 Anglern am Angelgewässer in Averbeck war entsprechend gut. Am frühen Abend nahmen sie mit ihrem Angelgerätschaften am Südufer des Sees Platz. Sie füllten die Futterkörbe mit Maismehl, Paniermehl, Hanfmehl oder Maden und am Harken befestigten sie einen Köder.

An Angelrute befestigten sie zur besseren Sicht Knicklichter. Mit einer gekonnten Armbewegung warfen sie die Angelrute in den See, dann machten sie es sich in ihren Sesseln gemütlich und warteten auf den einen oder anderen Biss.

altMit dabei waren auch Leonie Elkemann, Miriam Garbe und Victoria Borgert.

Die 13- und 14-jährigen Mädchen sind seit einiger Zeit sehr aktiv in der Jugendgruppe vom Nienborger Angelverein.

Die drei sind Feuer und Flamme für ihr Hobby. Angeln und das Mitwirken in den Workshops der Jugendgruppe vom Nienborger Angelverein sind für sie Abenteuer, Spannung und Natur pur. „Ich wollte auch mal ins Angelzeltlager fahren. Ich war eifersüchtig auf meinen Bruder, der schon mitfahren durfte”, sagte Leonie Elkemann.

Seit drei Jahren geht sie ihrem Hobby nach. Im vergangenen Jahr hat sie den Angelschein erworben. Diesen werden in diesem Herbst Miriam Garbe und Victoria Borgert machen. Davor fahren die drei gemeinsam mit der Jugendgruppe ins Angelzeltlager an die Ems. Miriam Garbe angelt seit fast einem Jahr. Sie eifert ihrem Vater nach, der ein paar Meter weiter mit Sohn Fynn angelt. „Es macht einfach viel Spaß, Fische zu fangen”, sagte Victoria Borgert zu ihrer Motivation, seit mehr als zwei Jahren angeln zu gehen.

Beim Nachtangeln wollten bei ihnen die Fische am Anfang nicht so recht anbeißen. Leonie Elkemann hatte zu Beginn Glück, als sie ein kleines Rotauge aus dem Wasser zog. Während ihre Angeln mit den Ködern im See lagen, stärkten sich die drei am nahe stehenden Grill.

Stefan Wenning servierte leckere Würstchen, Bauchspeck und Nackensteak. Eine kalte Cola und Fanta half gegen den Durst. Wohlgenährt und gut gelaunt kehrten sie zu ihren Angelruten zurück. Sie lauschten den vielen interessanten Geräuschen wie das Quaken der Enten auf dem See.

Plötzlich machte die Angelschnur von Leonie’s Angel eine verdächtige Streckbewegung. Ein Fisch hatte angebissen. Schnell griff sie zu ihrer Angel, gekonnt rollte sie die Schnur auf und schon hielt sie ihren Fangerfolg, eine schöne Schleie, in ihren Händen. Pünktlich um Mitternacht endete das Nachtangeln.

Die jungen Petrijünger freuen sich nun auf das Jubiläumsfest, das am Samstag, 20. Juni 2015 um 19 Uhr im Festzelt in der Niestadt beginnt. Die nächste Möglichkeit zum Angeln im Dunkeln haben sie im Angelzeltlager, das vom 21. Juli bis zum 30. Juli 2015 in Ahlen im Emsland stattfindet.

Das Aufstellen des Festbogens „50 Jahren Angelverein Nienborg Dinkel e.V.” beginnt am Freitag, 12. Juni 2015 um 17 Uhr. Hierzu sind alle Mitglieder des Jubiläumsvereins eingeladen. Für das leibliche Wohl ist hierbei bestens gesorgt.

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