Mehr Naturnähe für die Dinkel

Mehr Naturnähe für die Dinkel

Eine ganze Reihe von Gewässern plätschert rund um Heek. „Bei vielen lässt sich der ökologische Zustand noch deutlich verbessern“, ist Judith Nollmeyer von der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Borken überzeugt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Markus Rottstegge und Thorsten Meyer von der Gemeinde Heek machte sich die Gewässerexpertin jetzt vor Ort ein Bild von der Situation von Dinkel und Donaubach, Strothbach und Hülsbach. Judith Nollmeyer koordiniert beim Kreis Borken die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Diese ist Richtschnur für die Verbesserung der Gewässerqualität im Kreis Borken. Gemeinsam wollen Kommunen, Wasser- und Bodenverbände, Landwirtschaft, Angler und Naturschützer Flüsse und Bäche für Tiere und Kleinstlebewesen wieder attraktiver gestalten. Zurzeit sammeln die Arbeitsgruppen Maßnahmen.

„Die Dinkel ist aktuell in einem unbefriedigendem biologischen Zustand“, erklärt Judith Nollmeyer. „Bei Strothbach und Hülsbach sieht es sogar noch schlechter aus.“ Es hapert vor allem an der Durchgängigkeit der Gewässer für Fische und Fischnährtiere, wie Insektenlarven und Krebse. Wehre und Sohlabstürze sind für sie häufig nicht zu überwindende Hindernisse. Deshalb plant der Kreis Borken südlich von Heek bereits konkrete Maßnahmen. Hier sollen zwei Sohlabstürze beseitigt und der Lauf des Flusses verlängert, das heißt wieder in Schleifen gelegt werden. Die Gemeinde Heek kann sich vergleichbare Maßnahmen im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen vorstellen. „An größeren Stauanlagen, wie zum Beispiel der Nienborger Mühle, wären Fischaufstiegsanlagen eine Möglichkeit“, so Nollmeyer.

Unter der Regie des Kreises Borken stimmen die Partner bis März 2012 ab, welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden können. Dazu werden in den kommenden Monaten weitere Ortstermine, unter anderem mit dem Wasser- und Bodenverband, stattfinden.

Wie in Heek haben sich in den vergangenen Wochen in fast allen Orten des Kreises Arbeitsgruppen getroffen. Gemeinsam werden sie Maßnahmen zusammentragen und einen sogenannten „Umsetzungsfahrplan“ erarbeiten. Hochwasserschutz und Flächenentwässerung für die Landwirtschaft werden dabei als wichtige Kriterien berücksichtigt.

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