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Kategorie: Fischarten

Hier stellen wir Ihnen die Fischarten unserer heimischen Gewässer vor.

Güster

Güster

Der Güster ist die „kleine Brasse“ unserer Gewässer. Die Form beider Fischarten ist sehr ähnlich, der stark seitlich zusammengedrückte Fisch und der insgesamt hochrückige Körper sind deutliche Merkmale für Güster und Brasse. Der Güster hat jedoch ein deutlich größeres Auge und wird nur bis maximal 35 cm lang.

Güster sind in nahezu allen Gewässern anzutreffen, mit Ausnahme von kühlen Seen. Güster sind oft in größeren Schwärmen und in Gesellschaft mit anderen Weißfischarten anzutreffen. Als Nahrungsgrundlage dient der Güster wirbellose Kleinorganismen (Insektenlarven, Schnecken, Muscheln) aber auch weiche Wasserpflanzen.

Der Güster ist in vielen Flüssen von NRW beheimatet und reproduziert sich ausreichend selbst. Eine Gefährdung liegt für diese Fischart nicht vor, so dass auch keine besonderen Schutzmaßnahmen gelten. Jedoch ist zu beobachten, dass die Bestände in klaren Gewässern rückläufig sind.

Bild: B. Heitmann
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Ukelei

Ukelei

Der zu den Kleinfischen zählende Ukelei (Alburnus alburnus) wird 12 bis 15 (20) cm lang und ist in stehenden und langsam fließenden Gewässern anzutreffen. Der Ukelei ist ein oberflächenorientierter Schwarmfisch. Die Mundspalte ist steil nach oben gerichtet, sein deutlichstes Erkennungsmerkmal. Das oberständige Maul deutet auf seine Ernährungsweise der ausgewachsenen Tiere hin, der Ukelei frisst im Wesentlichen Insekten, die an der Wasseroberfläche erbeutet werden. Die Jungfische hingegen ernähren sich von Kleinorganismen wie Wasserflöhen.

Zur Laichzeit im April-Juni entwickeln die Männchen einen auffälligen Laichausschlag. Die Geschlechtsreife ist nach zwei bis drei Jahren erreicht. Der Laich-Akt findet in flachen Uferbereichen statt, die Eiablage (1.500 Stk./Weibchen) erfolgt portionsweise an Steinen und Wurzeln.

Die Schuppen der Ukelei lösen sich sehr schnell von der Haut, sobald man den Fisch anfasst. Im 19. Jahrhundert wurden aus den Schuppen der Ukelei Kunstperlen hergestellt für die tausende von Tiere ihr Leben lassen mussten. Dennoch gilt der Ukelei in NRW als nicht gefährdet und kommt in vielen Flüssen des Landes mehr oder weniger häufig vor.

Bild: B. Heitmann
Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Zander

Zander

Die ursprüngliche Verbreitung des Zander erstreckt sich östlich der Elbe über Schweden, Finnland, Rußland bis zum Kaspischen Meer. Er fehlte in England, Frankreich, Spanien, Italien und Jugoslawien. Durch Besatzmaßnahmen ist die Art Zander heute in ganz Mittel-, West- und Nordeuropa verbreitet worden.

Der Zander bevorzugt große Flüsse und Seen mit hartem Grund und planktontrübem Wasser. Er ist ein Fisch der Freiwasserzone (Pelagial), der sich nur selten in ufernahen Flachwasserbereichen oder in pflanzenreichen Regionen aufhält.

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Stichling

Stichling

Der dreistachlige Stichling findet sich, taxonomisch in mehrere Unterarten und lokale Rassen aufgegliedert, auf der ganzen nördlichen Halbkugel.
Er bewohnt bevorzugt pflanzenreiche Flachwasserzonen von Seen und langsam fließenden Gewässern. In den Küstenregionen lebt eine marine Wanderform. Der dreistachlige Stichling ist relativ unempfindlich gegenüber Gewässerverunreinigungen. Seine Nahrung besteht aus Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven sowie Fischlaich und Brut.

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Schmerle

Schmerle

Die Schmerle erreicht eine Größe von 8-12 cm, max. 16 cm. Körperform: Der Körper ist drehrund, nur am Schwanzstiel seitlich zusammengedrückt. Flossen: Die Rückenflosse hat 9-11 Strahlen, die Afterflosse 7-9. Der Rand der Schwanzflosse ist nicht oder nur schwach eingebuchtet. Schuppen: Die Schmerle besitzt sehr feine Schuppen, die auf Vorderrücken und Brust fehlen. Färbung: Der Rücken und die Flanken sind grau bis braun und haben dunklen Flecken und Marmorierungen. Der Bauch ist weiß.

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Schleie

Schleie

Die Schleie ist im größten Teil Europas mit Ausnahme von Griechenland, Nordirland und Nordskandinavien verbreitet. Sie kommt auch im Brackwasser und in den Alpen bis zu 1.600 m über NN vor.

Die Schleie bewohnt langsam fließende, weichgründige Gewässer (Brassenregion) sowie flache, warme und krautreiche Seen (Hecht-Schleisee). Hier hält sie sich tagsüber am Grund zwischen dichten Pflanzenbeständen auf und wird erst in der Dämmerung aktiv. Als äußerst anpassungsfähige (euryöke) Art verträgt sie sowohl niedrigste Sauerstoffgehalte als auch hohe pH-Werte. Die Schleie ernährt sich vorwiegend von kleinen bodenlebenden Wirbellosen (Insektenlarven, Schnecken, Muscheln) sowie gelegentlich auch von Pflanzen.

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Rotfeder

Rotfeder

Die Rotfeder ist ein Schwarmfisch, der sich bevorzugt in stehenden (Seen, Teiche, Weiher) und langsam fließenden Gewässern aufhält. Hier besiedelt sie vorwiegend flache, weichgründige und pflanzenreiche Bereiche. Die adulten Rotfedern ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen (Laichkräuter, Tausendblatt, Wasserpest u.a.) und in geringerem Maße von Wirbellosen der Uferzone.
Rotfedern erreichen mittlere Längen von 20 – 30 cm und ein Gewicht von 250-500 g. Die Maximalwerte liegen bei rund 50 cm und 2-3 kg Gewicht.

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Rotauge

Rotauge

Das Rotauge kommt von Sibirien bis zu den Pyrenäen vor. Es fehlt südlich der Alpen, West-Schweden, in Norwegen nördlich des Mjösen und in Irland. Das Rotauge bewohnt – als eine äußerst anpassungsfähige (euryöke) Fischart – nahezu alle Arten von Gewässern: Seen bis in 1.700 m Höhe, stehende und fließende Gewässer sowie das Brackwasser von Nord- und Ostsee. Lediglich Gewässer mit stärkerer Strömung (Forellenregion) werden gemieden.

Rotaugen sind Schwarmfische, die sich bevorzugt in flachen und pflanzenreichen Uferbereichen aufhalten. Sie fressen vorwiegend Kleintiere (Würmer, Krebse, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven) aber auch Wasserpflanzen.

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Kaulbarsch

Kaulbarsch

Der Kaulbarsch ist außer in Irland, Schottland und Nordnorwegen in fast ganz Nord- und Mitteleuropa sowie in Sibirien weit verbreitet.
Der Kaulbarsch lebt bevorzugt in den Flußunterläufen und Aestuaren der großen Flüsse (Barbenregion bis Kaulbarsch-Flunderregion), im Brackwasserbereich von Nord­ und Ostsee sowie in Seen und Haffen. Nachts hält er sich in bodennahen Bereichen auf, um tagsüber schwarmweise auf Nahrungssuche zu gehen.

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Karpfen

Karpfen

Die Wildform des Karpfen (Schuppenkarpfen) war ursprünglich nur in den Flußsystemen des Schwarzen und Kaspischen Meeres beheimatet. Der Karpfen wurde schon im Altertum vom Menschen weiter verbreitet und ist heute in ganz Europa – mit Ausnahme Skandinaviens zu finden.
Der Karpfen bevorzugt warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Pflanzenbewuchs und weichem Bodengrund. Karpfen ist relativ unempfindlich gegenüber Schwankungen des pH-Wertes und des Sauerstoffgehaltes. Tagsüber ist er scheu und hält sich meist in tieferen Gewässerbereichen oder in Verstecken auf, um erst bei Einbruch der Dämmerung aktiv zu werden.

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